Warum? Gründe und Motivationen - Potentielle Risiken
Welche Motivationen stehen hinter dem Gang in die Berge? Die einen wollen das ungetrübte Naturerlebnis, die reine Luft, die bergspezifische Flora und Fauna und die Quellen unseres Trinkwassers erleben. Andere befriedigen ihren sportlichen Ehrgeiz, suchen die Herausforderung oder einen Ausgleich bzw. Abstand zur sitzend und indoor verrichteten Alltagsroutine. Gerade die Spielarten des Bergsports, die gegenseitige Sicherung erfordern, lehren - oft schon in jungen Jahren - ein hohes Maß an Verantwortungsbewusstsein. Man hält im wahrsten Sinne des Wortes ein Leben in seinen Händen. Die Regel des schwächsten Gliedes einer Kette muss immer beachtet werden.Selbstverständlich birgt der Bergsport auch Risiken - für Leib und Leben auf der einen, für die Umwelt auf der anderen Seite. Nicht umsonst zählen Menschenrettung und Naturschutz zu den zwei Missionen der Bergwacht.
Gewisse gesundheitliche Voraussetzungen sollten erfüllt sein. Wer sich in exponiertes Terrain begibt, sollte trittsicher und schwindelfrei sein. Fernab medizinischer Versorgungsmöglichkeiten sollten Herz, Lunge und Kreislauf den Anforderungen gewachsen sein. Ab 2500 Metern Höhe wird die Luft merklich dünner, ab 4000 Metern können erste Anzeichen der Höhenkrankheit auftreten. Meist kann mit einer behutsamen Herangehensweise, mit langsamer Steigerung der Zielsetzungen und ausreichender Akklimatisation derartigen Beschwerden entgegengewirkt werden.
Ganze Bergregionen leben vom Tourismus. Der bringt leider nicht nur wirtschaftliches Glück, sondern auch Abgase, Müll und Zerstörung. Wer einige Regeln beachtet, kann die Beeinträchtigungen für die Umwelt minimieren. Nutzen Sie öffentliche Verkehrsmittel zur Anreise oder - noch besser - reisen Sie mit Fahrrad an! Die bayerische Oberlandbahn (BOB) z.B. steuert reizvolle Ziele im Voralpenland an. Verwenden Sie nur die bereits vorhandene Infrastruktur, d.h. parken Sie nicht wild, vermeiden Sie Abkürzer und Querfeldein-Wanderungen. Hinterlassen Sie - abgesehen vom Gipfelbucheintrag - keine Spuren! Erfreuen Sie sich an Edelweiß und Enzian, aber pflücken Sie sie nicht! Schließen Sie Gatter, die Sie geöffnet haben, tragen Sie Ihren Müll zu Tal, lösen Sie keine Stein- oder Schneelawinen aus und stören Sie die Wildtiere nicht! Im Zweifelsfall gehört Ihr Hund an die Leine.
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