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Was? Kleidung und Equipment für den Bergsport

Kein ungewöhnliches Szenario: Man erklimmt eine Wand in den Bergen, freut sich auf den ausgedehnten Gipfeltriumph. Die Sonne strahlt, der Himmel ist blau und wolkenlos. Jenseits des Gipfels jedoch braut sich eine schwarze Wolkenmasse zusammen, die in Minuten auch diesseits des Gipfels Einzug hält. Jetzt heißt es, schnell zum Rückzug zu blasen, den ausgesetzten Gipfel zu verlassen, sich von den leitenden Drahtseilen des Klettersteigs zu lösen, Schutz zu suchen oder - noch besser - das Tal vor Einbruch des Gewitters zu erreichen. Manchmal verschwinden Schlechtwetterfronten allerdings so zügig, wie sie gekommen sind.

Kleidung und Equipment sollten der Unberechenbarkeit des Wetters Rechnung tragen. Bei der Kleidung bietet sich ein Schichtensystem an, das durch An- und Ausziehen rasche Anpassung ermöglicht. Die Ausrüsterfirmen offerieren eine breite Palette an funktionellen Materialien. Die gute alte Baumwolle hat aufgrund des schlechten Schweißabtransports, der langen Trockendauer und der schlechten Wind- und Regenisolation quasi ausgedient. Fleece, Goretex und Windstopper heißen die neuen Stoffe. Beim Schuhwerk baut man nach wie vor auf Leder und Gummisohlen, wenn auch Kunstfasern wie Nylon mittlerweile gebräuchlich sind. Falls Leder verwendet wurde, sollte dieses von Zeit zu Zeit mit Fett oder Wachs imprägniert werden, um die wasserabweisende Qualität zu erhalten oder zu verbessern. Darüber hinaus sollten die Schuhe robust und knöchelhoch sein sowie über ein griffiges Profil verfügen. Vor der ersten großen Tour sollten sie eingetragen werden, um Druckstellen und Blasen zu vermeiden.

Längst gelten die Bekleidungsangebote der Marken Salewa, North Face, Mammut, Vaude & Co. auch im Alltag als "trendy". Wer diesen funktionellen Trends dennoch trotzt, sollte wenigstens Wechselwäsche im Gepäck haben, um Auskühlung nach einer schweißtreibenden Passage oder einem Regenguss zu vermeiden.

Apropos Gepäck. Zur Grundausrüstung eines Bergsteigers bzw. Wanderers zählt zweifelsohne der Rucksack. Für Tagestouren reicht ein Volumen ? 30 Liter. Halten Sie das Gewicht jedoch so gering wie möglich; jedes unnötige Kilo trübt die Wanderfreude.
Checkliste für den Rucksack
obligatorisch

  • Proviant: ausreichend Essen und Getränk; manche Rucksäcke sind mit einem speziellen Trinksystem ausgestattet, das ein für den Flüssigkeitshaushalt des Körpers optimales kontinuierliches Trinken in kleinen Dosen während des Gehens erlaubt; auf Pausen sollte man bei Erschöpfung dennoch nicht verzichten!
  • Orientierungshilfen (siehe Wie?
  • Sonnenschutz: Kopfbedeckung, Sonnenbrille, Lotion mit hohem Lichtschutzfaktor; die Sonne in den Bergen ist aufgrund der Klarheit der Luft tückisch - auch bei Bewölkung!
  • Erste Hilfe-Set: (Blasen)-Pflaster, Verbandsmaterial, Dreieckstuch, Desinfektionsmittel, Schmerzmittel, Einmalhandschuhe, Alu-Rettungsdecke etc.
  • Handy: auch wenn dieses Gepäckstück der Idee des ungetrübten Naturerlebnisses zu widersprechen scheint, ist die Mitnahme zu empfehlen; über die nationalen Notrufnummern (Deutschland: 112) kann in Notsituationen rasch Hilfe herbeigeholt werden; manchmal muss man sich jedoch erst aus einem Funkloch heraus begeben, um einen Notruf abzusetzen.

fakultativ

  • Teleskopstöcke, besonders zur Abfederung der Schritte während des Abstiegs
  • Gamaschen, falls mit Schneefeldern gerechnet werden muss; sie unterstützen die wasserabweisenden Eigenschaften des Schuhwerks und verhindern das Eindringen von Schnee ins Schuhinnere über die Schnürung oder den Schaft.
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