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Anbieter von Schönheitsoperationen

Für die Akteure sind Schönheitsoperationen äußerst lukrativ, wie Der Spiegel in einem Artikel mit dem Titel "Venus unterm Faltenhobel" (7.10.2002) feststellte: "Wer hier mitmacht, besitzt eine Yacht, fährt Porsche oder kleckert zumindest mit Kaviar". Daher tummeln sich auch Scharlatane und Stümper unter ihnen. Bei der Wahl des Arztes ist darum Vorsicht geboten.

Einen "Facharzt für Schönheitschirurgie" oder "Facharzt für ästhetisch-kosmetische Chirurgie" gibt es nicht. Ein jeder Facharzt kann sich nebenbei "Schönheitschirurg" etc. nennen. Die Bezeichnung ist nicht geschützt. So erwerben eine Großzahl der Dermatologen, HNO-Ärzte, Gynäkologen etc. keiner Normierung unterliegende Zusatzqualifikationen und verdingen sich alsbald als "Schönheitschirurgen". Der HNO-Arzt, der sich zur Brustvergrößerung berufen fühlt, ist jedoch genauso ungeeignet wie der Gynäkologe, der Ihre Nase korrigieren will oder der Dermatologe, der zum Fettabsaugen ansetzt.

Dem "Schönheitschirurgen" am nächsten kommt der "Facharzt für plastische Chirurgie", der seit August 2004 "Facharzt für plastische und ästhetische Chirurgie" heißt. Die Namensänderung wurde vorgenommen, um der steigenden Nachfrage nach ästhetisch-kosmetischen Eingriffen gerecht zu werden. Dieser Facharzt hat nach dem Studium der Humanmedizin eine 6-jährige Weiterbildung erfahren, er hat über 500 Operationen selbständig durchgeführt, die alle Säulen der plastischen Chirurgie - die rekonstruktiven sowie ästhetisch-kosmetischen - abdecken. Vor der jeweiligen Landesärztekammer hat er eine entsprechende Prüfung abgelegt, die ihn zum Führen des Facharzttitels berechtigt.

Lediglich "Fachärzte der Hals-Nasen-Ohrenheilkunde" und "Fachärzte der Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie" können in einer 2-jährigen Weiterbildung die vergleichbare Zusatzqualifikation "Plastische Operationen" erwerben.

Plastische Chirurgen haben sich in Fachverbänden zusammengeschlossen und bieten potentiellen Patienten Verzeichnisse seriöser Anbieter. Sie verfügen über strenge Aufnahmekriterien und verpflichten Mitglieder zu regelmäßigen Fortbildungen. Zu den renommiertesten Verbänden zählen:


Daneben existieren Gesellschaften, in denen auch Ärzte aus Disziplinen außerhalb der plastischen Chirurgie vertreten sind:


Schönheitsoperationen werden in öffentlichen Krankenhäusern oder Privatkliniken und -praxen durchgeführt.

Der Marktführer unter den Privatkliniken ist Medical One mit eigenem TÜV und 10 Standorten in Deutschland.

An weitere Kliniken in Deutschland, Österreich und der Schweiz verweist der seriöse Medführer im Internet.

Informationen können auch über die Bundesärztekammer unter der Rubrik "Arztsuche" eingeholt werden.

In den letzten Jahren hat der "Schönheitstourismus" zugenommen. Anbieter in Osteuropa und Asien locken mit Dumping-Preisen. Eine genaue Überprüfung der Seriosität des Angebots, die Sicherstellung der Nachversorgung und Verständigungsmöglichkeiten trotz Sprachbarrieren sind hier unabdingbar. Oft fallen zusätzliche Kosten für Vermittler, Reise und Aufenthalt an, die miteinberechnet werden müssen. Die Deutsche Gesellschaft für Ästhetisch Plastische Chirurgie hat hierzu eine Checkliste ("Die 6 Goldenen Regeln für Beauty-OPs im Ausland") erstellt: www.dgaepc.de/goldeneregeln.pdf
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