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Gefahren von Schönheitsoperationen
Ein jeder kennt Horrorstories von missglückten oder übertriebenen Schönheitsoperationen. Die amerikanischen Superstars Cher, Pamela Anderson, Michael Jackson und Mickey Rourke sind aktuelle abschreckende Beispiele. Die charakteristischen Eigenschaften des Gesichts und des Körpers wurden teilweise oder vollständig getilgt - siehe auch hierzulande der Fall "Sabrina Setlur". Was übrig bleibt, sind oft emotionslose Masken oder perfekte Barbie-Puppen. Das kann nicht das Ziel einer Schönheits-OP sein. Es ist aber auch nicht die einzige Gefahr, die eine Schönheits-OP birgt.Es handelt sich bei Schönheitsoperationen um durchaus invasive Eingriffe in den menschlichen Körper. Vielen Faktoren spielen eine Rolle: Wird ambulant oder stationär behandelt, wird unter Vollnarkose, im Dämmerschlaf, oder bei vollem Bewusstsein operiert, werden Beruhigungsmittel verabreicht, wird lokal anästhesiert, wie lange dauern Eingriff und Heilungsprozess? Minderjährige brauchen selbstverständlich die Einwilligung ihrer Erziehungsberechtigten.
Neben temporären Erscheinungen wie Schwellungen, Rötungen und Hämatomen, die die Gesellschaftsfähigkeit nach einem Eingriff um die sogenannte "Downtime" hinauszögern, sind bereits zahlreiche anhaltende und schwere Komplikationen aufgetreten, die Entstellungen und Lebensgefahr nach sich ziehen: Abstoßungsreaktionen, Allergien, Infektionen, Lähmungen, Narbenbildung, Sensibilitätsstörungen? Sogar Todesfälle sind bekannt.
Im Fall von Brustvergrößerungen sorgten leckgeschlagene Implantate dafür, dass vermeintlich gesundheitsschädliches Silikon in den Körper eindrang. So äußert die Selbsthilfegruppe für silikongeschädigte Frauen den (bisher nicht wissenschaftlich bestätigten) Verdacht, Silikonimplantate hätten zu Autoimmunkrankheiten und Krebs geführt. Auch bei Fettabsaugungen kann es zu schweren Komplikationen wie Thrombosen und Embolien kommen. Auf 5000 Liposuktionen folgt ein Todesfall, so eine Studie. Einer Untersuchung der Stiftung Warentest (10/2002) zufolge warnen Schönheitschirurgen zukünftige Patienten im Beratungsgespräch nur unzureichend vor möglichen Komplikationen beim Fettabsaugen.
Ein Großteil der chirurgischen Eingriffe dient der Korrektur fehlgeschlagener Ersteingriffe.
Vom Patienten unterschriebene Schriftstücke, die den Arzt von möglichen Haftungsansprüchen lossagen sollen, sind juristisch gesehen irrelevant. Allerdings ist bei Privatkliniken und -praxen, geführt als GmbH, das Haftungsrisiko eingeschränkt.
Bei Behandlungsfehlern oder unzureichender Aufklärung im Vorfeld kann das Opfer entweder ein gerichtliches Verfahren oder einen außergerichtlichen Vergleich anstreben. Es bleiben ihm bis Ende der Verjährungsfrist drei Jahre, um Schmerzensgeld- und Schadensersatzansprüche geltend zu machen. Gutachterkommissionen und Schlichtungsstellen der zuständigen Ärztekammern empfehlen den Parteien auf Antrag kostenlos und unverbindlich Konditionen für einen Vergleich.
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