Geschlossene Immobilienfonds in Ungarn: die Marktsituation
Erstaunlich ist das rasante Wachstum der neuen EU-Beitrittsländer. Seit dem Jahr 2000 ist das Investitionsvolumen in die sogenannten Mitteleuropäischen Länder im Hinblick auf geschlossene Immobilienfonds um 59% angestiegen. Fraglich ist jedoch, welche Chancen und welche Risiken birgt dieser Markt tatsächlich.Nach dem Fall des eisernen Vorhangs waren qualitative Büro-und Wohngebäude eine Mangelware und die Mieten schossen in ungeahnte Höhen, welche in keinster Weise dem Wirtschaftsfaktor des Landes angemessen war. Mit Beginn der 90er begann ein wahrer Bauboom in Ungarn vor allem den großen Städten Budapest, Pécs und Szeged. Dies führte zu einem Überangebot an Wohnfläche und zu hohen Leerständen. Anfang 2000 hat sich der Markt jedoch von den hohen Leerständen erholt. Die Leerstände sind von 19% im Jahr 2001 auf 12,6% im Jahr 2004 gefallen und liegen somit in einem überschaubaren Durchschnitt. Insgesamt 66.000 qm Gebäudefläche konnten 2004 in Budapest vermietet werden.
Bereits 2004 wurde mit 2,5 Mrd Direktinvestitionen dreimal mehr investiert als noch 2001.
Besonders interessant ist Ungarn aufgrund der Umsetzung politischer und wirtschaftlicher Reformen seit dem EU-Beitritt im Jahr 2004. Diese führten zu einem Wachstum des BIP von 3,9%, stärkten die Kaufkraft und verbesserten den Lebensstandard der Ungarn. Prognosen gehen im Übrigen von einem beständigen Wirtschaftswachstum von 3,8-4,1% bis 2013 aus, so dass Ungarn auch längerfristig sicheres Terrain für Investitionen bietet..
Insbesondere im Hinblick auf den Shoppingnachholbedarf ist Ungarn auf dem Sektor der Einkaufszentren stark nachgefragt. Erfreulich ist die landesweit geringe Arbeitslosigkeit von 5,8%, welche in Budapest nur 2,8% beträgt.
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