Geschlossene Immobilienfonds in Frankreich: die Marktsituation
Frankreich stellt die viertgrößte Wirtschaftsmacht der Welt dar. Allein aus diesem Grund sollten zunächst auch einige Fakten zu den Wirtschaftsdaten bekannt sein. Schließlich wird durch geschlossene Immobilienfonds in der Regel in gewerblich genutzte Immobilien investiert, welche wiederum stark von den wirtschaftlichen Rahmendaten eines Landes abhängen. Bis zum Jahr 2000 konnte Frankreich mit einem Wirtschaftswachstum von 4% aufwarten. Diese äußerst positive Bilanz sank in den Jahren 2000-2003 aufgrund der weltwirtschaftlichen Schwierigkeiten auf 0,5% ab, hat sich seitdem jedoch wieder auf Erfolg versprechende 2,4% erholt. Das Bruttoinlandsprodukt liegt derzeit bei 26.300 Euro.Die Inflationsrate liegt vor allem auf Grund der Euroaufwertung und der gestiegenen Rohölpreise bei 2,3%. Trotz einer vergleichsweise hohen Arbeitslosigkeit von 9,6%, bietet Frankreich einen guten Markt für Immobilien und geschlossene Fonds. 12,1 Mrd. Euro wurden 2004 in Frankreich in Immobilien investiert. Rund 45% davon entfielen auf Immobilienfonds. Besonders stark investierte das Ausland in französische Mietobjekte. 63% der Miettransaktionen fanden 2004 unter ausländischer Beteiligung statt.
Vor allem konzentrieren sich die Anbieter geschlossener Immobilienfonds auf den zweitbeliebtesten Wirtschaftsstandort Europas: Paris.
Bei einer Leerstandsrate von 6,8% ließen sich in guten Lagen im vergangenen Jahr Spitzenmieten von 680 Euro pro Quadratmeter und Jahr verbuchen. Damit rangiert Paris an zweiter Stelle hinter London. Der durchschnittliche Mietpreis pro Quadratmeter beträgt 26,5 Euro. Paris ist nicht nur das geistige, kulturelle und politische Zentrum Europas, auch verfügt diese Metropole über eine hervorragende Infrastruktur zu weiteren Metropolen Europas und wird somit vor allem als Wirtschaftsstandort hoch interessant. Die rund 2,15 Mio Pariser genießen einen hohen Lebensstandard, dies spiegelt sich auch in der Qualität der Immobilien und somit der zu erzielenden Mieteinnahmen wieder.
Allerdings müssen Sie sich ebenfalls vergleichsweise hohen Steuerzahlungen unterwerfen.
Abschließend gilt festzuhalten, das Paris trotz hoher Arbeitslosigkeit und Steuern als Immobilienstandort zu einem der beliebtesten und lukrativsten Städte Europas zählt. Im Durchschnitt betrugen die in der Vergangenheit erwirtschafteten Renditen um 6%.
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